Wasserspender mit Festwasseranschluss in der Firma
Im Jahr 2001 führte die Volksfürsorge Versicherungsgruppe für Ihre rund 2.400 Mitarbeiter in der
Hauptverwaltung in Hamburg die Trinkwasserversorgung durch Wasserspender mit
festem Trinkwasseranschluß ein.
Das Projekt wurde fachkundig analysiert, umgesetzt und bis heute ständig begleitet. Horst Rokohl, bei der Volksfürsorge als Referent für Arbeitswissenschaft und Gesundheitsförderung tätig, ist einer der verantwortlichen Ansprechpartner. ProSoda unterstützt die Volksfürsorge seit 2003 im Bereich, Beratung, Wartung und Betreuung der Wasserspender.
Das Ziel von ProSoda ist es, den gesundheitlichen Aspekt der Wasserspender in der Firma in den Vordergrund zu rücken und hat, in Zusammenarbeit mit der Volksfürsorge, in Person Horst Rokohl und weiteren Mitarbeitern, nachstehendes Interview geführt. Die darin zum Ausdruck gekommenen Aussagen sollen andere Firmen zur Information über den Einsatz der Wasserspender in der Praxis dienen und Erfahrungswerte für Entscheidungsprozesse geben.
Nehmen Sie sich bitte einfach die wenige Zeit und lesen Sie, welche positiven Erfahrungen der Einsatz von Wasserspendern am Arbeitsplatz mit sich bringt.
Viel Spaß beim Informieren.
Interview mit Herrn Rokohl
ProSoda: Was bewegte Sie, eine Versorgung mit Trinkwasser durch Wasserspender einzuführen?
Horst Rokohl: Im Rahmen der ganzheitlichen Beachtung der Gesundheitsförderung für unsere Mitarbeiter haben wir uns neben dem Thema "Arbeitsplatzgestaltung", "Bewegung", "Entspannung", "soz. Beziehungen" gleichermaßen auch zum Thema "Ernährung", intensive Gedanken bzgl. neuer Angebote zur (Zwischen-)Verpflegung gemacht. Ziel war es, Wohlbefinden und Leistungsvermögen zu steigern. Das wichtigste Lebensmittel, herrliches frisches köstliches Wasser, spielte dabei eine wesentliche Rolle. Wie allseits ja bekannt ist, empfiehlt es sich, um fit und leistungsfähig zu bleiben, ca. 2 Liter Flüssigkeit, sprich Wasser, pro Tag zu sich zu nehmen.
ProSoda: Wie versorgten sich Ihre Mitarbeiter vorher mit Trinkwasser?
Horst Rokohl: Es bestand die Möglichkeit sich aus den Automaten Flaschen zu ziehen, bzw. in den Cafeterien zu kaufen oder selbst mitzubringen. Dies alles wurde aber nicht in dem Maße angenommen, sicherlich war ein Hindernis die Flaschen, bzw. Kistenschlepperei und Leergutrückgabe. Wir haben uns daher entschieden, mittels Wasserspendern, normales Leitungswasser aufbereitet, gekühlt, ungekühlt, still oder mit Kohlensäure versetzt zu den Mitarbeitern zu bringen.
ProSoda: Über welche Dimensionen sprechen wir?
Horst Rokohl: 2002 wurden 35 Wasserspender in den Teeküchen der Hauptverwaltung in Hamburg aufgestellt. Bereits im Jahr der Aufstellung lag der Verbrauch pro Mitarbeiter pro Arbeitstag bei 0,5 Liter Wasser. Um besonders stark genutzte Wasserspender zu entlasten, haben wir dann ein Jahr später noch 13 weitere Geräte angeschafft und kommen jetzt auf ein Verhältnis - 1 Wasserspender für ca. 50 Mitarbeiter-.
ProSoda: Warum haben Sie sich für Wasserspender mit festem Trinkwasseranschluß und nicht für Gallonenwasser entschieden?
Horst Rokohl: Gesucht wurde eine kostengünstige Lösung. Gallonenversorgung schied daher aus, wobei auch noch andere Gründe eine Rolle spielten. Gehen wir mal von einem Verbrauch von ca. 1 Liter pro Mitarbeiter pro Arbeitstag aus, entstünden bei Gallonenwasser allein Kosten in Höhe von sage und schreibe ca. 180.000 ? jährlich. Hinzu käme ein immenser Lager- und Logistikaufwand. Auch ein Austausch leerer/voller Gallonen ist problematisch, denn jede Gallone hat eine Gewicht von ca. 20kg; für Frauen eine erhöhte Belastung, die unbedingt zu vermeiden ist. In der Regel wird aus Gallonenspendern nur stilles Wasser zapfbar sein, dies geht aber total am Trinkverhalten in Deutschland vorbei, denn 60% hierzulande bevorzugen kohlensäureversetztes Wasser und nur 40% stilles Wasser.
ProSoda: Konnten Sie nach der Umstellung auf Wasserspender eine Veränderung des Trinkverhaltens der Mitarbeiter feststellen?
Horst Rokohl: Eindeutig, im Aufstellungsjahr lag der pro Kopf Verbrauch noch bei ca. 0,5 Litern Wasser und stieg dann sukzessive an. In diesem Jahr (2005) erwarten wir eine Wasserabnahme von ca. 440.000 Litern, welches einem Verbrauch von ca. 1 Liter je Mitarbeiter pro Arbeitstag entspricht. Wir sind auf diese Verbrauchsmenge sehr stolz, da dieser 1 Liter innerhalb der durchschnittlichen täglichen Arbeitszeit (ca. 8 Std.) verköstigt wird, d.h. die Hälfte der täglichen lebenswichtigen und leistungsfördernden Menge Wasser wird bereits in einem Tagesdrittel getrunken.
ProSoda: Noch eine technische Frage. Ist die Ermittlung des Verbrauches aufwendig?
Horst Rokohl: Nein, die Mengenermittlung erfolgt einerseits über stichprobenartige Ablesung von Wasseruhren und über den Verbrauch der Kohlensäure. Die Werte werden einfach eingegeben in eine Excel-Tabelle, alles andere macht der PC.
ProSoda: Letzte Frage. Wird jetzt nur noch Wasser bei der Volksfürsorge getrunken?
Horst Rokohl: Natürlich nicht., es ging ja nicht darum irgendein anderes Getränk gleich zu verteufeln, sondern unterstützend zu wirken, z.B. bei Dehydration. Wir sind begeistert, wie unsere Mitarbeiter unser Angebot "Wasser" positiv angenommen haben.

